Dampflokwerk Wernigerode

In Klasse 9 werden SchülerInnen mit dem Aufbau und der Funktionsweise von Motoren bekannt. Dazu gehört auch deren Geschichte, die Dampfmaschine.

Die Dampfmaschine gehört zu einer der Errungenschaften, die die Technik extrem schnell modernisierte und auch positive und negative Folgen für die arbeitende Bevölkerung hatte. So konnte man zum Beispiel schneller und bequemer von A nach B kommen. Eine Dampfmaschine in einer Fabrik bedeutete aber auch Schichtdienst, sowie Sonntagsarbeit.

Um die Theorie von Arbeitsblättern lebendig zu gestalten,  besuchten wir Physiklehrerinnen am 19.06.2015 Wernigerode. Dort befindet sich ein Endbahnhof und das Instandsetzungswerk der Harzer Schmalspurbahnen (HSB).

Wir erfuhren während der Werksbesichtigung, dass eine Dampflok auf der Fahrt von Wernigerode zum Brocken bis zu 2,5 Tonnen Steinkohle und 10 m3 Wasser verbraucht.

Zuerst fuhren wir mit einer Dampflok 10 km weit nach Drei Annen Hohne. Diese Fahrt dauerte etwa 40 Minuten.

Dort holte uns der Bus ab und brachte uns zum Westertor von Wernigerode, wo sich das Dampflokwerk befindet, was wir anschließend besichtigten.

In diesen Hallen wird alles mit der Hand neu erstellt, was für eine Reparatur benötigt wird.

Es gibt keine CAM-gestützen Maschinen.

Hier wird zum Maschinenschlosser ausgebildet, ein wirkliches Handwerk!

Die älteste Lok ist von 1897 und wird von ausgewählten Lokführern gefahren. Sie ist ein wahres Schmuckstück und glänzt wie neu.

Die durchzuführenden Reparaturarbeiten stehen mit Kreide an den Lokomotiven.

Die Legierungen werden hier selber in der nötigen Menge gegossen (Bild oben rechts).

Auf dem Außengelände durften wir eine sehr gut erhaltene Feldbahn bestaunen.

Moderne Dieselloks werden auf dem Werkshof per Joystick rangiert.

Es kam die Frage auf, ob mit solch ähnlich gebauten Holz-Waggons Juden nach Ausschwitz gebracht wurden. Denkbar wäre es. Im Film “Schindlers Liste” sahen sie so aus.