Gegen Rassismus und Gewalt - Teil VIII

Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln will er an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. Viele der Seesener Juden wurden ins KZ Theresienstadt deportiert, wo sie dort oder in Ausschwitz ermordet wurden. Die Tafeln sind Quader aus Messing und werden in die Fußwege eingelassen.

Unsere Schule (OBS Seesen) hat 2011 die Patenschaft für den Stein von Gerhardt Julius Hamm übernommen. Sein Stein (Jacobsonstr. 21) lagert derzeit im Museum, weil sich an der Kreuzung derzeit eine Baustelle befindet.

Unsere Tageszeitung “Seesener Beobachter” berichtete über die Verlegung der insgesamt 33 Stolpersteine in Seesen und Rhüden, sowie über die Vorbereitung von 13 unserer Schüler Klassen zu einer Gedenkfahrt nach Ausschwitz. Um diese Fahrt und deren Vorbereitung zu ermöglichen hat Herr Dr. Thomas Droste keine Mühen gescheut.

Ende Juni 2015 suchten die Klassen H9a und H9b mit ihren Klassenleitungen die “Stolpersteine” in der Innenstadt Seesens auf und trugen zu jedem Stein die Geschichte der Personen vor (Vielen Dank an Thomas für die Infos!).

Siegfried Nussbaum war der Synagogenwächter. Er wurde in der Progromnacht niedergeschossen. Sei Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof zu Seesen.
 

In Seesen erinnert eine Stolperschwelle an 260 (!!) ermordete Schüler der Jacobson-Schule.
Diese Schwelle befindet sich auf dem Jacobsonplatz vor dem ehemaligen Alumnat.