Wattwanderung

Überpünktlich trafen wir beim Treff-
punkt für die 
Wattwanderung ein. Leider mussten wir noch mehr als 20 Minuten auf eine andere Schulklasse warten; da war dann auch der Guide etwas angesäuert.

Nun hieß es Gummistiefel anziehen! Es war eine farbenfrohe
Pracht: Nur Lukas hatte seine leider in Seesen vergessen ... schade.

Salzwiesen sind der Übergang vom Meer zum Land. Angepasste Pflanzen und Tiere kommen nur hier vor und nirgendwo anders.

Das Fleisch der dort weidenden Schafe wird von vielen Feinschmeckern geschätzt. Es kommt als Salzlamm in den Handel. Ein Lamm ist ein Schaf, das bis zu einem Jahr alt sein kann.

Jedes Jahr sterben unvorsichtige Wattbesucher, weil sie die Gefahr nicht richtig einschätzen können. Deswegen gab es vor der  Wanderung  ernstzunehmende Sicherheitsbelehrungen:

1. Nicht vom Weg abweichen
2. Immer dem Herren folgen
3. Erst stehen bleiben, wenn der
   Kreis gezogen war!

 

rechts:

Dieser kleine “Bach” stellt im Watt eine sehr große Gefahr dar. Wenn die Flut kommt, kann er zu einem reißenden Pril werden, der den Menschen ins offene Meer reißt.

Der Wattwurm hat eine große Bedeutung für das Watt. Er filtert unermüdlich   Kleinstlebewesen aus dem Schlick. Dabei entstehen die Kothäufchen, die wir auf der rechten Seite sehen.

Nur schemenhaft sind sie zu erkennen:
Dort auf der Sandbank lagern Seehunde.

Leider war uns nicht vergönnt, eine Seehundfahrt zu buchen. Sie werden zu dieser Jahreszeit nicht angeboten. Nun haben wir sie zumindest von Weitem gesehen.

Die norddeutsche Wattenküste hat seit Jahren ein ganz neues Problem: Pazifische Austern. Sie werden vor Sylt gehalten, um die Gäste mit teuren Muschelfleisch zu versorgen. Einige von ihnen sind entkommen und haben die nun milden Winter hier überlebt. Mittlerweile beginnen sie, die einheimischen Miesmuscheln zu verdrängen. Da sie keine Feinde haben, vermehren sie sich unkontrolliert.